Difference between revisions of "Team Baboons"

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=== The Ghetto Blaster ===
 
=== The Ghetto Blaster ===
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Da ein anderes Team ein starken Elektroschocker gebaut hat, musste das Team Baboon sich um seine Sicherheit fürchten. Als Student ist aber ein externer Sicherheitsbeauftragter nicht im Budget. Deshalb hat Alejandro sich entschieden einen möglichst kostengünstigen Elektroschocker zu bauen. Aus einem Handelsüblichen Feuerzeug kann das Piezofeuerzeug entfernt werden. Dabei wird ein Taster betätigt welcher schlagartig auf ein Piezokristall schlägt. Dieses erzeugt bis zu 15kV Spannung im inneren des Kristalles, welches sich wiederum über den Metallischen Kontakt vorne entlädt. Da dies nur wenig Energie produziert ist es nur ein unangenehmer Schock und nicht gefährlich oder schmerzend.
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File:Feuerzeug-piezo.jpg|250px|thumb|Feuerzeug | '''Feuerzeug'''
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Da das Piezoelement viel Kraft zum Auslösen benötigt ist es nicht einfach mit einer Hand auslösbar. Mit einer einfachen Hydraulik konnte das gelöst werden. Eine kleine Spritze wurde beim Piezoelement über einen Schlauch mit einer grösseren Verbunden. Die grössere wird als Auslöser in der Hand gehalten.
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Der Schlauch und die Spritzen wurden anschliessend mit Wasser gefüllt, da beim ersten Test die Luft zu starl komprimierbar war und das Piezoelemnt nicht auslöste. Leider war der Heissleim nicht stark genug und wurde nach dem zweiten Versuch mit Wasser undicht. Dies zeigt, dass die Kräfte im Piezofeuerzeug nicht zu unterschätzen sind.
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=== The Holder ===
 
  
 
=== Das verrückte Labyrinth ===
 
=== Das verrückte Labyrinth ===
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Nach der ganzer Entspannung mit dem Neck Romancer, brauchte es etwas um den Puls wieder hochzubringen. Da eignet sich ein fast unmögliches Kugellabyrinth perfekt.<br />
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Als erstes wurden die Aussendimension definiert. Es wurde darauf geachtet, dass das Kugellabyrinth möglichst handlich ist. Deswegen wurde sich für die Masse 90mm x 90mm entschieden. Das Labyrinth wurde komplett selber designt und im NX12 aufgebaut.
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File:labyrinth3.PNG|fertiges Labyrinth im NX12
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Während dem das Labyrinth auf dem 3D Drucker gedruckt wurde, fing der Aufbau der dazugehörigen Box an. Dafür eignete sich das Lasercutten von MDF Platten super. Die Idee war, das 3D gedruckte Labyrinth einfach in die fertige Box legen zu können. Dazu wurden zusätzlich noch Stützen in die Box verbaut.
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File:aufbau3.png|Aufbau des Labyrinths
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Damit die Kugel nicht rausfallen kann, wurde ein Deckel aus Acrylglas gelasert und auf die Box aufgeklebt. Das fertige verrückte Labyrinth ist unten zu sehen.
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== Abschlusspräsentation ==
 
== Abschlusspräsentation ==
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Was ist "Hackteria"?
 
Was ist "Hackteria"?
Hackteria ist ein Netzwerk von Menschen, welche die DIY (Do-it-yourself)-Philosophie praktizieren und sich sowohl für Kunst und Design als auch für interdisziplinäre Zusammenarbeit interessieren. Das Netzwerk wurde 2009 von Yashas Shetty, Andy Gracie und Marc Dusseiller gegründet und erstreckt sich über ein Universum von Ideen. Vom Wissenschaftler, Ingenieure und Künstler bis hin zum Feinschmecker ist alles vorzufinden. Hackteria [https://www.hackteria.org/|Hackteria] [https://www.hackteria.org/wiki/Main_Page|Hackteria] ist weltweit tätig und basiert auf einer Webplattform und dem darin enthaltenem Wiki für den weltweiten Wissensaustausch, der für jeden zugänglich ist. Hackteria wiederspiegelt die Idee der Dezentralit, in dem es Leute aus verschiedenen Orten der Welt mit verschiedenen vorlieben und vorkenntnissen zusammenzuführen will um neues zu erschaffen und Bildung zu fördern, ohne dafür offizielle Labore und Institutionen nützen zu müssen. Hackteria versucht das Problem der fehlenden Interoperabilität der einzelnen Systeme zu lösen
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Hackteria ist ein Netzwerk von Menschen, welche die DIY (Do-it-yourself)-Philosophie praktizieren und sich sowohl für Kunst und Design als auch für interdisziplinäre Zusammenarbeit interessieren. Das Netzwerk wurde 2009 von Yashas Shetty, Andy Gracie und Marc Dusseiller gegründet und erstreckt sich über ein Universum von Ideen. Vom Wissenschaftler, Ingenieure und Künstler bis hin zum Feinschmecker ist alles vorzufinden. Hackteria [https://www.hackteria.org/wiki/Main_Page] ist weltweit tätig und basiert auf einer Webplattform und dem darin enthaltenem Wiki für den weltweiten Wissensaustausch, der für jeden zugänglich ist. Hackteria wiederspiegelt die Idee der Dezentralit, in dem es Leute aus verschiedenen Orten der Welt mit verschiedenen vorlieben und vorkenntnissen zusammenzuführen will um neues zu erschaffen und Bildung zu fördern, ohne dafür offizielle Labore und Institutionen nützen zu müssen. Hackteria versucht das Problem der fehlenden Interoperabilität der einzelnen Systeme zu lösen
  
 
Videos: Der Wissenstransfer der oben genannten Plattform streckt sich bis hin zu TED-talks, indem elektrophysiologische Messmodule von Greg Gage erklärt werden.  
 
Videos: Der Wissenstransfer der oben genannten Plattform streckt sich bis hin zu TED-talks, indem elektrophysiologische Messmodule von Greg Gage erklärt werden.  

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Closeup-shot-hamadryas-baboon-field-sunny-day-against-green-background 181624-59146.jpg

Einleitung

Im Rahmen der Blockwoche Medizintechnik DIY entwickeln die Studierenden mit den durch das FabLab zur Verfügung gestellten Workshops diverse Produktideen. Die Gruppen bestehen aus interdisziplinären Studiengängen. Ziel dieser Blockwoche ist die Erstellung und Kreation neuer Produkte aus den Materialien des vom FabLab bereitgestellten Produkten. Diese bestehen sowohl aus elektrischen Komponenten wie das Arduino bis hin zu Elementen des 3D-Drucks und des Lasercuttens. Zur Realisierung der Projekte ist es an den Studierenden selbst, welche Materialien sie dafür benützen wollen. Hilfe kann jederzeit bei den Betreuenden Personen geholt werden. Die Blockwoche findet vom 12. bis 17. September 2022 an der Hochschule Luzern Technik & Architektur statt. Gearbeitet wird mit dem "Do it yourself" Prinzip.

FabLab

Gearbeitet wurde die ganze Woche im FabLab. Personal Digital Fabrication – Die Herstellung von persönlichen Dingen mittels moderner computergesteuerter Technik. Das Konzept ist simpel: In einer High-Tech Werkstatt können beliebige Ideen zu hochwertigen Prototypen konstruiert und visualisiert werden. Dies mit alltagserhältlichen Mittel schnell, einfach und ohne grosse Vorkenntnisse und somit für jeden zugänglich.

FabLabs finden sich überall auf der Welt vor. Von Afrika über Europa bis hin in den Asiatischen Raum. Im weltweiten Netzwerk tauscht man sich über weite Strecken hinweg aus und teilt Erfahrungen und Wissen sowie Fragen und Ideen mit anderen Personen aus. Weitere Informationen findet man unter: https://fablab-luzern.ch/

Bekannt ist das FabLab Luzern für die folgenden Geräte:

  • Laser Cutter: Typ AKJ-6090 von Acctek: Bearbeitungsfläche 900 x 600 mm
  • 3D-Drucker  : Typ 3 x Original+ & 4 x Ultimaker2+
  • CNC Fräse  : Typ PA8050

Öffnungszeiten

Tag Öffnung Schliessung
Dienstag 10:00 Uhr 21:00 Uhr
Mittwoch 10:00 Uhr 21:00 Uhr
Donnerstag 10:00 Uhr 21:00 Uhr

Teammitglieder


Alejandro Villatoro (Vollblut Tüfftelkönig und inspirierter Beyblader) 
Simon Steiner (CAD-Maschinen-Freak und geübter Rätsellöser )
Alexander Hottinger (hingebungsvoller Kaffee- und Lötmeister)


Die Teammitglieder haben diesen Kurs besucht, da er ihnen von Vorgänger empfohlen wurde und sie sich durch die Beschreibung des "Do it yourself" Prinzip angesprochen fühlen. Die Baboons empfehlen den Kurs jedem weiter, der gerne etwas Neues dazu lernt, einen freien Umgang mit Werkzeugen geniesst, die er/sie noch nicht gut kennt und zusätzlich das Lifestyleprinzip des "Do it yourself" praktizieren will. Ausserdem ist es eine super Gelegenheit seine Fantasie und sein Vorstellungsvermögen anzuregen.

Experimente

Die Woche startete mit einem Muscle SpikerShield. Aus einem Bausatz wurde ein Muscle SpikerShield von Backyard Brains zusammen gelötet. Mithilfe eines Arduinos und den dazugehörigen LED's konnte so in der Arduino-Umgebung IDE die Intensität des Unterarmmuskels gemessen und dargestellt werden. Die X-Achse stellt den Zeitverlauf dar und auf der Y-Achse wird die Intensität angezeigt. Die Skalierung der Achsen kann im Programm angepasst werden. Für unsere Kurve eignete sich der Wert 700 als optimales Maximum.

Fortgeführt wurde das Experiment, indem ein Lautsprecher an den blauen Stecker anschlossen wurde. So ist es möglich die aufgezeichnete Intensität akustisch mit einem Rauschen wahrzunehmen. Mit Kopfhörer war nichts zu hören. Dies ist auf den kleinen Lautstärkenpegel zurückzuführen.

Skill Share Sessions

Am Mittwoch startete der Tag mit Skill Share Sessions. Bei der Skill Share Session wurden anfangs verschiedene Interessen von allen Studierenden zusammengetragen und aufgeschrieben. Danach hatte jeder drei Stimmen die er auf die Vorschläge verteilen konnte. Zu den Beliebtesten wurde dann jeweils eine Skill Share Session vorbereitet die besucht werden konnte.

Jeder kann sich für den Vortrag für den er sich am meisten interessiert eintragen. Ziel war es von anderen Studenten die sich in diesen Bereich gut auskennen die Möglichkeit zu bekommen sich da weiterzubilden und von anderen zu lernen.

Das Team Baboon hat folgende Skill Share Sessions besucht.

Pumpspeicherkraftwerk

Claudio Eicher zeigte anhand von eigenen Bild- und Videoaufnahmen seines Besuchs eines Pumpspeicherkraftwerks dessen Aufbau. Besonders spannend waren die riesigen Dimensionen die so ein Pumpspeicherkraftwerk hat und mit welchen Wassermengen da gearbeitet wird.

Schlössli knacken

Mit Hilfe eines Dietrich Set wird der Aufbau der Schlössli und deren Mechanismus gezeigt. Die Studierenden haben die Möglichkeit, sich selbst am "Knacken" der Schlössli auszuprobieren.

Die Einführung hat Alejandro durchgeführt. Deshalb wurde hier dieser zusätzliche Theorieblock aufgeführt.
Um die dazugehörige Präsentation nochmal anzuschauen klicke hier.

Arduino

Die Präsentation zeigt den Aufbau diverser Microcontroller und vergleicht diese in ihrer Fähigkeit und deren Komponenten.

female anatomy pleasure

Der Vortrag beinhaltet diverse Videos über den Aufbau der Vagina und in welchen Ländern in die Anatomie der Frau bewusst eingegriffen wird, um ihre Lust zu begrenzen. Dazu wurden verschiedene Museen und Künstler gezeigt, welche sich mit dem Thema befassen.


Hauptprototyp

Die Prototyphase begann am Donnerstag. Nach einem Input von Marc kam das Team direkt auf die Idee in Richtung Entspannung zu gehen. Einer der ersten umsetzbaren Ideen war eine Nackenmassage.

Neck Romancer

Mithilfe einer Befestigung am Hals und Stepmotoren werden ovale Massageteile entspannend dem Nacken entlang geführt die leichten Druck aufbauen.

Relativ schnell wurde sich an das Design der Druckpads gesetzt. Da diese 3D gedruckt werden, konnte während dem Drucken schon an den nächsten Schritten gearbeitet werden.

Ein weiches Material eignete sich super um die Halsbefestigung möglichst angenehm zu gestalten. Ein Naturfilz aus dem Restmaterial bat sich perfekt an. Dieser wurde auf die richtige Grösse zugeschnitten und mit Aussparungen für die Druckspads versehen.

Nachdem sich herausgestellt hat, dass die vorgesehenen Stepmotoren zu wenig Drehmoment aufbringen konnten (siehe Tagesjournal zum Donnerstag), wurde auf Servomotoren gewechselt. Diese werden über ein Arduino Nano angesteuert. Das dazugehörige Programm wurde in der Arduino IDE Umgebung in C programmiert. Die Druckpads drehen in einem 180° Winkel vorwärts und zurück um einen massierenden Effekt zu bewirken. Der Code dazu wird unten gezeigt.

#include <Servo.h>

Servo servoLinks;
Servo servoRechts;  

int pos = 0;    
int delayVal=1000;

void setup() {
  servoLinks.attach(5);
  servoRechts.attach(3);
}

void loop() {
  servoLinks.write(180);
  servoRechts.write(180);
  delay(delayVal);

  servoLinks.write(0);
  servoRechts.write(0);
  delay(delayVal);

}

Als Stromquelle wurde auf eine Powerbank gesetzt, da Batterien die notwendige Leistung nicht aufbringen konnten. Diese werden mit einem langen Kabel mit dem Neck Romancer verbunden, um diese ablegen zu können, ohne dass das Gewicht um den Hals befestigt werden muss.

Schlussendlich wurden alle Komponenten zusammengelegt und deren Position am Neck Romancer bestimmt.

Mit einem Klettverschluss an der Halsbefestigung schmiegt sich der Neck Romancer optimal am Hals an und ermöglicht zusätzlich die Intensität der Druckpads am Nacken zu verändern. Dadurch dass die Motoren ebenfalls mit Klettverschluss angebracht sind, ist es auch möglich die drückende Form der Druckpads zu variieren.

Kleine Prototypen

The Ghetto Blaster

Da ein anderes Team ein starken Elektroschocker gebaut hat, musste das Team Baboon sich um seine Sicherheit fürchten. Als Student ist aber ein externer Sicherheitsbeauftragter nicht im Budget. Deshalb hat Alejandro sich entschieden einen möglichst kostengünstigen Elektroschocker zu bauen. Aus einem Handelsüblichen Feuerzeug kann das Piezofeuerzeug entfernt werden. Dabei wird ein Taster betätigt welcher schlagartig auf ein Piezokristall schlägt. Dieses erzeugt bis zu 15kV Spannung im inneren des Kristalles, welches sich wiederum über den Metallischen Kontakt vorne entlädt. Da dies nur wenig Energie produziert ist es nur ein unangenehmer Schock und nicht gefährlich oder schmerzend.

Da das Piezoelement viel Kraft zum Auslösen benötigt ist es nicht einfach mit einer Hand auslösbar. Mit einer einfachen Hydraulik konnte das gelöst werden. Eine kleine Spritze wurde beim Piezoelement über einen Schlauch mit einer grösseren Verbunden. Die grössere wird als Auslöser in der Hand gehalten. Der Schlauch und die Spritzen wurden anschliessend mit Wasser gefüllt, da beim ersten Test die Luft zu starl komprimierbar war und das Piezoelemnt nicht auslöste. Leider war der Heissleim nicht stark genug und wurde nach dem zweiten Versuch mit Wasser undicht. Dies zeigt, dass die Kräfte im Piezofeuerzeug nicht zu unterschätzen sind.
Ghetto-blaster-1.jpeg


Das verrückte Labyrinth

Nach der ganzer Entspannung mit dem Neck Romancer, brauchte es etwas um den Puls wieder hochzubringen. Da eignet sich ein fast unmögliches Kugellabyrinth perfekt.

Als erstes wurden die Aussendimension definiert. Es wurde darauf geachtet, dass das Kugellabyrinth möglichst handlich ist. Deswegen wurde sich für die Masse 90mm x 90mm entschieden. Das Labyrinth wurde komplett selber designt und im NX12 aufgebaut.

Während dem das Labyrinth auf dem 3D Drucker gedruckt wurde, fing der Aufbau der dazugehörigen Box an. Dafür eignete sich das Lasercutten von MDF Platten super. Die Idee war, das 3D gedruckte Labyrinth einfach in die fertige Box legen zu können. Dazu wurden zusätzlich noch Stützen in die Box verbaut.

Damit die Kugel nicht rausfallen kann, wurde ein Deckel aus Acrylglas gelasert und auf die Box aufgeklebt. Das fertige verrückte Labyrinth ist unten zu sehen.

Abschlusspräsentation

Möglichst kurz und witzig wurde versucht unsere Erkenntnisse und gebauten Prototypen dieser Woche den anderen Teams vorzustellen. So entstand ein lustiger Austausch zwischen den Gruppen. Die komplette Powerpoint Präsentation ist hier abgelegt.
Abschlusspräsentation Team Baboons

Reflexion Inputs

Gastvortrag Urs Gaudenz

Neue Ideen werden heutzutage direkt patentiert um direkt Profit für sich zu generieren. Wir fanden eindrücklich, dass mit Hackteria eine kleine Gegenbewegung dagegen geschaffen wird. So ist es möglich sich in kurzer Zeit in verschiedenen Bereichen fortzubilden, was uns Urs Gaudenz mit seiner Präsentation aufgezeigt hat. Urs Gaudenz ist der Gründer von GaudiLabs http://www.gaudi.ch/. Zuvor hat Urs an der technischen Hochschule in Lausanne das Masterstudium im Bereich Mikrotechnologie absolviert. So vermittelt Herr Gaudenz mit grossem Engagement Wissen im Bereich Elektronik, Mechanik sowie Informatik. Zusätzlich inspiriert er die Zuhörer mit neuen Ideen die er selbst Entwickelt hat. Zusätzlich stellt Herr Gaudenz die interessante Open Soruce Quelle wie https://www.thingiverse.com/. vor. Weiter Information sind auf seiner Homepage http://www.gaudi.ch/GaudiLabs/?page_id=50 vorzufinden.

Pflichtlektüre & Videos

Zur Pflichtlektüre gehört die Einführung ins "FabLab". DIE FABLAB CHARTA liefert eine grobe Beschreibung, um was es sich bei einem "FabLab" handelt, was es dafür braucht und welche Verantwortlichkeiten bei der Benützung eingehalten werden müssen. Hier wird auch Festgehalten, an wen die Rechte übergehen, bei der Erstellung neuer Produkte. DIE FABLAB CHARTA beinhaltet sowohl die im "FabLab" zur Verfügung gestellten Maschinen, Angebote, Projekte sowie die Öffnungszeiten. Das "FabLab" verfolgt die Ideologie "dream it, make it, share it". Die Informationen werden in deutsch, französisch und englisch angeboten.

Des weiteren beinhaltet die Pflichtlektüre das Paper "Biotechnologie für alle". Ein wichtiges Element "Do it yourself, in der Bioanalytik". Selbermachen und begreifen ist oberstes Ziel. Es geht darum, dass entwickeltes in selbstgebauten Tüftellaboren auf einer Plattform zusammengefasst und als "Open Source" für alle erhältlich ist. Die Strategie des "Hackens", wie im Artikel genannt, ist integraler Bestandteil solcher Labore. Die Idee: Günstige, bereits auf dem Massenmarkt produzierte technisch hochstehende Geräte können für neuartige, labortüchtige Funktionen auseinandergebaut und zu neuen selbstentwickelten Ideen ummodelliert werden. Wo Wissen und Gelder für hochinnovative teure bioanalytische Analytik fehlt, wird mit Hilfe von Workshops das Selbermachen auf ein neues Level gebracht und neue Geräte und Ideen entwickelt. Elementare Idee des Projekts, sogenannte Tüftellabore mit wissenschaftlichem Wissen zu kombinieren. Der Aufbau solcher einstigen Garagelaboren ist elementarer Baustoff der DIY-Philosophie.

Was ist "Hackteria"? Hackteria ist ein Netzwerk von Menschen, welche die DIY (Do-it-yourself)-Philosophie praktizieren und sich sowohl für Kunst und Design als auch für interdisziplinäre Zusammenarbeit interessieren. Das Netzwerk wurde 2009 von Yashas Shetty, Andy Gracie und Marc Dusseiller gegründet und erstreckt sich über ein Universum von Ideen. Vom Wissenschaftler, Ingenieure und Künstler bis hin zum Feinschmecker ist alles vorzufinden. Hackteria [1] ist weltweit tätig und basiert auf einer Webplattform und dem darin enthaltenem Wiki für den weltweiten Wissensaustausch, der für jeden zugänglich ist. Hackteria wiederspiegelt die Idee der Dezentralit, in dem es Leute aus verschiedenen Orten der Welt mit verschiedenen vorlieben und vorkenntnissen zusammenzuführen will um neues zu erschaffen und Bildung zu fördern, ohne dafür offizielle Labore und Institutionen nützen zu müssen. Hackteria versucht das Problem der fehlenden Interoperabilität der einzelnen Systeme zu lösen

Videos: Der Wissenstransfer der oben genannten Plattform streckt sich bis hin zu TED-talks, indem elektrophysiologische Messmodule von Greg Gage erklärt werden.

Es stehlt sich die Frage: Was ist "Open Source"? Diese Frage wird im folgenden Video mit hilfe von Legos erklärt.

Des weiteren gibt es Tools, wie was ein Arduino alles kann. Im folgenden Video ist eine sehr gute Einführung für Beginner zu finden.

Im Hackteria findet sich auch "Tools" für den 3D Druck.

Diverse Tüftler entwickeln hier schon seit Längerem DIY-Medtechgeräte und stellen die Bauanleitung dafür ins Netz. Die Corona-Pandemie hat diesen Trend noch einmal mehr beflügelt. Besonders begeistert hat das Team "Baboons" die Interoperabilität und das Open Source Modell des Hackteria, sowie den weltweiten simplen Zugang und die diversern einfach erklärten Tools auf der Seite. Von Mikroskopen über Mikrofluidik bis hin zu Testgeräten für die Wasserqualität ist alles zu finden.

Gastvortrag Paula Pin

Mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihren vielen Reisen in verschiedene Länder konnte Paula spannende Eindrücke in ihre Aktivitäten und Projekte als künstlerische Aktivistin geben. Da viele Informationen in kürzester Zeit geteilt werden wollten, wurde gegen Schluss alles fast ein wenig unübersichtlich. Wenn man alles in Ruhe nochmal durchschauen möchte, findet man mit den folgenden Links weitere Details.

http://paulapin.net/

http://jellypin.hotglue.me/

Gastvortrag Christian Gehringer

Das grosse Ziel dieses Inputs, war es den Studierenden zu vermitteln, dass es wichtig ist bei der Entwicklung auch die Seite der Verbraucher zu betrachten. Oft werden neue Technologien entwickelt die am Schluss durch ihr zu kompliziertes Handling nicht zur Anwendung kommen. Als Arzt und Forscher im Bereich Biomedizin hat Christian Gehringer zusätzlich viel über seine Erkenntnisse und Erfahrungen in diesem Gebiet erzählen können.

Arbeitsjournal

Montag

Nach einer kleiner Vorstellungsrunde werden kleine Gruppen aus 3-4 Studierenden gebildet. Nach kurzer Einführung in die Blockwoche und ins FabLab, dürfen die Studierenden sich direkt ans Löten machen. Dafür dient ein Muscle SpikerShield.
Der Nachmittag begann mit einer Einführung in Hackteria von Marc und einem Gastvortrag von Urs Gaudenz. So gab es spannende Eindrücke in seinen Werdegang und Hackteria wurde detaillierten vorgeführt. Der Tag endete mit weiteren Arbeiten mit dem Muscle SpikerShield und dem dazugehörigen Arduino.

Dienstag

Am Morgen hatten wir noch Zeit das Muscle Spiker Shield zu vervollständigen. Zu erst hatte es einen überbrückten Kontakt, anschliessend leider noch einen Wackelkontakt. Während Alejandro das Debugging durchgeführt hat, haben Simon und Alexander mit dem Wiki begonnen. Wenn im Wiki mehrere Personen Kapitel bearbeiten kommt es zu konflikten. Dies passiert wenn jemand eine Seite bearbeitet und währenddessen eine andere Person etwas bearbeitet hat. Deshalb gibt es den folgenden Trick:

  1. Text schreiben
  2. Text kopieren
  3. Bearbeiten abbrechen
  4. Abschnitt erneut bearbeiten
  5. Text einfügen und direkt abspeichern

Am späten Morgen wurden noch die Themen für den Wissensaustausch bestummen.
Die ausgewählten Themen sind:

  • Pumpspeicherkraftwerk / ESP Einführung
  • Schlösser Knacken / Female Pleasure
  • Kartenspielen / Aufbau Arduino

Am Nachmittag gab es eine Einführung zum Lasercutting und 3D Drucken. Mit dieser Einführung haben wir die Möglichkeit auch nach der Blockwoche die Geräte zu bedienen. Besonders spannend war der Lasercutter, da diese Geräte im Hobbybereich noch kaum zur Verfügung stehen.

Mittwoch

Der ganzen Morgen wurde mit verschiedenen Skill Share Sessions verbracht. Da die Skill Share Sessions ausgesucht werden konnten, wurde der Vormittag eine sehr interessante Möglichkeit Wissen von Mitstudenten übermittelt zu bekommen und Neues zu lernen.
Nach dem Mittag begann die Gruppe nach einem kleinen Input Referat die Ideensuche für den ersten Prototypen. An diesem wurde den Rest des Tages gearbeitet.

Donnerstag

Dieser Tag war hauptsächlich für die Umsetzung des Prototypen vorgesehen. Im Verlauf des Projekten kamen immer wieder neue Erkenntnisse und kleine Änderungen dazu. Viel Zeit ging verloren, nachdem von Steppermotoren auf Servomotoren umgestellt werden musste. Der Grund dafür ist das kleine Drehmoment der Stepmotoren und somit konnte die notwendige Kraft für die Massage nicht aufgebracht werden.
Ebenfalls gab es komplikationen mit Spannungsversorgung. Sowohl die 9V als auch 4 1.5V AA Batterien haben eine nicht konstante Spannung geliefert. Deshalb haben wir auf die Powerbank umgestellt. Sie liefert eine bessere Spannung. Trotzdem spinnt es manchmal und schaltet nach ca. 30s aus. Da es nur ein Prototyp ist, ist dieser Fehler akzeptabel

Freitag

Nach dem Abschluss des Prototypen am Vortag, konnten andere kreative Tätigkeiten ausgeübt werden. An diesem Tag hat jedes Teammitglied eine eigene Idee ausgearbeitet und mit den vorhandenen Maschinen im FabLab hergestellt. So entstanden "The Ghetto Blaster", "The Holder" und "Das verrückte Labyrinth". Im Kapitel "Kleine Prototypen" kann man alles zu diesen Projekten nachlesen.

Samstag

Nach dem Präsentieren unseren Arbeiten und interessanten Einblicke von anderen Teams reflektierten alle die vergangenen Blockwoche. Es kam hauptsächlich nur positives Feedback, also eine gelungene Blockwoche.