DIY-MedTech Bildgebende Verfahren-Unterschiedliche Bildeindrücke - Team Frosch

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Bildgebende Verfahren sind in der medizinischen Diagnostik nicht mehr wegzudenken. Bilgebende Verfahren sind nicht invasiv und schnell durchzuführen. Grundsätzlich arbeiten die bildgebenden Verfahren mit folgenden Mitteln:

  • Strahlung wie beim Röntgen, der Computertomographie (CT) und Radionuklidaufnahmen
  • Schallwellen wie bei Ultraschalluntersuchungen
  • Magnetfelder wie bei der Magnetresonanztomographie (MRT)
  • Substanzen, die geschluckt, gespritzt oder eingeführt werden, damit sich die untersuchten Gewebe oder Organe hervorheben oder genauer darstellen lassen. Diese werden als Kontrastmittel oder Farbstoffe bezeichnet.

In dieser Skill Share Session wird vor allem die Computertomographie und die Magnetresonanztomographie miteinander verglichen. Diese zwei Verfahren sind sich, wenn man nur die Gantrys der Geräte von aussen betrachtet, zum Verwechseln ähnlich. Doch wenn das Innere und die Technik der beiden verschiedenen Verfahren betrachtet wird, sind enorme Unterschiede zu erkennen, da die MRT und die CT sich auf völlig verschiedenen physikalischen Prinzipien beruhen. Die physikalischen Prinzipien und der Geräteaufbau wurden in der Skill Share Session DIY-MedTech Bildgebende Verfahren im Jahr 2019 ausführlich beschrieben. Aus diesem Grund wird in diesem Artikel nicht näher darauf eingegangen.

Bildeindruck in der Computertomographie

CT-Schädel (Weichteilfenster)
CT-Schädel (Knochenfenster)

Es ist zuerst zu erwähnen, dass eine Computertomographie ein röntgendiagnostisches, computergestütztes bildgebendes Verfahren ist. Das heisst, dass der Bildeindruck abhängig ist von der Dichte der verschiedenen Geweben. Knochen besitzen eine hohe Dichte. Aus diesem Grund stellen sich die Knochen sehr hell (hyperdens) gegenüber dem anderen Gewebe dar. Das mit Luft gefüllte Lungenparenchym stellt sich sehr dunkel (hypodens) gegenüber dem anderen Gewebe dar, da die Dichte von Luft sehr gering ist. Je höher also die Dichte des Gewebes ist, desto heller stellt sich das Gewebe auf einem CT-Schnittbild dar. Die CT-Schnittbilder können unterschiedlich gefenstert werden. Das heisst der Bildeindruck kann verändert werden.

Hat ein Patient ein Trauma erlitten und eine CT soll gefahren werden um eine Fraktur auszuschliessen, werden Bilder im Knochenfenster rekonstruiert. Im Knochenfenster stellt sich der Knochen sehr scharf dar. So können kleinste Risse in der Knochensubstanz erkannt werden.

Das Weichteilfenster wird benötigt um das Weichteilgewebe gut darzustellen. Im Weichteilfenster können z.B Blutungen, Neoplasien und allgemein die Organe dargestellt und gut beurteilt werden.

Einsatz von Kontrastmittel in der Computertomographie

Bildeindruck in der MRT

MRI Schädel (T1)
MRI Schädel(T2)

Bei der Magnetresonanztomographie (MRI, MRT) handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren, welches mittels starkem Magnetfeld und Radiowellen Schichtbilder Ihres Körpers erzeugen kann. Die hochmodernen MRI-Geräte erlauben eine klare und genaue Darstellung von Organen, wie beispielsweise des Gehirns, der Wirbelsäule sowie des ganzen Bewegungsapparates. Bei dieser Untersuchungsmethode werden keine Röntgenstrahlen verwendet, das verwendete Magnetfeld ist gesundheitlich unbedenklich.

Als T1-Gewichtung bezeichnet man eine Kontrastdarstellung von MRT-Bildern, bei der die Repetitionszeit (TR) und die Echozeit (TE) so gewählt werden, dass die untersuchten Gewebe vor allem durch ihre T1-Relaxationszeit, und weniger ihre T2-Relaxationszeit differenziert werden. In der T1-Gewichtung sind fettreiche Körpergewebe und Strukturen (z.B. Knochenmark) heller dargestellt als das umliegende Gewebe.

Gewebe mit kurzem T1 (z.B. Fett) viel Signal --> Hell

Gewebe mit langem T1 (z.B. Wasser, Gehirnflüssigkeit, Knochen, Luft) wenig Signal --> dunkel

Im Zusammenhang mit der Fettsättigung werden T1 -Gewichtungen vor allem für die Erkennungen von Rheuma, entzündliche Prozesse , oder zur Differenzierung von Tumoren angewendet.

Als T2-Gewichtung bezeichnet man eine Kontrastdarstellung von MRT-Bildern, bei der die Repetitionszeit (TR) und die Echozeit (TE) so gewählt werden, dass die untersuchten Gewebe vor allem durch ihre T2-Relaxationszeit, und weniger ihre T1-Relaxationszeit differenziert werden. In der T2-Gewichtung erscheinen stationäre Flüssigkeiten hyperintens, so dass sich flüssigkeitsgefüllte Körperstrukturen (z.B. Liquorräume) hell darstellen. Die T2-Gewichtung eignet sich vor allem zur Darstellung von Ödemen und Ergussbildungen, aber auch zur Unterscheidung von Zysten und soliden Tumoren.